HR-Reifegradmodell für Industrie 4.0

Das Thema Industrie 4.0 stellt Unternehmen teilweise vor große betriebliche Herausforderung und bietet dennoch viele neue Chancen. Unklarheit besteht vor allem darin, wie man das eigene HR-System auf mögliche Veränderungen hin vorbereiten kann. Das IAA entwickelt daher gemeinsam mit dem Netzwerk Humanressourcen der OÖ Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ein Modell zur Messung der individuellen Reife des HR-Systems eines Unternehmens in Bezug auf Industrie 4.0.Im Zuge der Anwendung eines bereits etablierten, technologieorientierten Reifegradmodells des Mechatronik Clusters der Business Upper Austria, konnte der Bedarf nach einem Instrument, welches sich insbesondere mit den Menschen in der Arbeitswelt befasst, identifiziert werden. Der Fokus dieses neu zu entwickelnden Modells liegt auf den HR-Inhalten: So soll das Human Ressource Reifegrad Modell, über die Aufgaben der Personalabteilungen hinaus, auch übergeordnete Themen umfassen, die üblicherweise nicht den HR-Abteilungen zugeschrieben werden. Darunter fallen beispielsweise Begriffe wie betriebliche Führung oder Arbeitsorganisation, welche unter anderem an Ort und Stelle der Produktion zu greifen kommen. Das Modell zur Messung der individuellen Reife des HR-Systems soll Unternehmen die Möglichkeit bieten, die Stärken ihrer Arbeitsplatzgestaltung für die MitarbeiterInnen zu erkennen und Bereiche mit Veränderungspotential in Richtung Industrie 4.0 zu identifizieren. Zudem soll das Modell Handlungsmöglichkeiten für die Unternehmen und damit verbundene Ansatzpunkte für weitere Change-Projekte aufzeigen.

Überblick zur Modellentwicklung
Nach einer eingehenden Literaturrecherche zu bestehenden Befunden zum Thema Human Ressourcen in der Industrie 4.0 wurde, aufbauend auf Gesprächen mit Experten aus der Praxis, eine möglichst am aktuellen Geschehen orientierte Messsystematik entwickelt. Diese wird in weiterer Folge in ausgewählten Unternehmen einem Praxistest unterzogen und auf ihre Anwendbarkeit geprüft.

Die Kooperationspartner
Im Auftrag der Business Upper Austria, die sich in ihrem Serviceangebot an konkreten betrieblichen Bedarfen orientiert (d.h. Förderung der regionalen wirtschaftlichen Entwicklung in Oberösterreich), entwickelt das IAA, gemeinsam mit Dr. Martin Kuhlmann vom SOFI Göttingen und FH-Prof. Dr. Thomas Wallner-Drewitz das Modell zur Messung der individuellen Reife des HR-Systems eines Betriebes in Bezug auf Industrie 4.0.

Team

Mag. (FH) Clemens Zierler

Projektsupervision

Dr. Martin Kuhlmann

SOFI Göttingen, Wissenschaftliche Projektleitung

Prof. (FH) Dr. Thomas Wallner-Drewitz

Logistikum Steyr, Senior Researcher

Mag. Nina Gusenleitner, MSc

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Mag. Karin Hartinger

Wissenschaftliche Mitarbeiterin