Neues Handbuch macht Unternehmen fit für die digitale Zukunft

24
Nov
2017

Cover1Das Institut für Arbeitsforschung und Arbeitspolitik an der JKU Linz (IAA) wurde von LH-Stv. Dr. Michael Strugl beauftragt, ein Forschungsprojekt zu den Herausforderungen des technologischen Wandels durch Industrie 4.0 für Betriebe durchzuführen (Näheres zum Forschungsprojekt finden Sie HIER).

Das Forschungsteam des IAA erhob in diesem Projekt in der Rosenbauer International AG und der E+E Elektronik GmbH die Herausforderungen durch und die möglichen Herangehensweisen an technologische Veränderungen. Anschließend wurden die gewonnen Daten auf Basis aktueller wissenschaftlicher Grundlagen analysiert und zu einem Handbuch verschriftlicht.

Zu den Ergebnissen des Projektes stellt Wirtschaftsreferent LH-Stv. Strugl fest: „Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass bei der Digitalisierung der Focus nicht nur auf die Technologie gelegt werden darf, sondern vor allem auch auf den Menschen: Die Belegschaft muss bei einem derartigen Wandel im Unternehmen entsprechend mitgenommen werden.“

Das HIER verfügbare Handbuch, mit dem Titel „TECHNOLOGIEMANAGEMENT 4.0. Wie dynamische Unternehmen den Wandel für ihren Erfolg nutzen können“, hat folgende Kernbotschaften:

  • Die Arbeitnehmer im Betrieb müssen befähigt werden, neue Technologien anzunehmen und Teamgeist zu zeigen, während Führungskräfte Veränderungen der Umwelt frühzeitiger erkennen und Unternehmensprozesse darauf abstimmen müssen.
  • Unternehmen müssen technologische Veränderungen mit Projekt- und Teamarbeit gezielt einführen, lernen Entscheidungen dezentral zu treffen und ArbeitnemerInnen dabei einzubinden. Wissen ist der Rohstoff der Zukunft, der entwickelt und gefördert werden muss.
  • Entscheidungen zur Technologieeinführung werden künftig unter erhöhter Dynamik getroffen werden müssen. Dazu braucht es dynamische Projektstrukturen als zentrale Instrumente zur Entscheidungsfindung und -umsetzung.
  • Wir brauchen einen arbeitspolitisch flexiblen Rahmen für die Zukunft. Das bedeutet, das politische Klima verändern und Technologien mit Blick auf den Menschen thematisieren, Gesetzgebung und Sozialpartnerschaft neu denken und nicht nur Technologien, sondern auch soziale Innovationen fördern. Begleitend sollte das Bildungssystem ins 21. Jahrhundert geführt