Erfolgreiche Veranstaltung zu Generation 50+ im technologischen Wandel

28
Nov
2016

Am 23. November 2016 fand die zweite Veranstaltung der Reihe „Arbeitswelt der Zukunft“ des Instituts für Arbeitsforschung und Arbeitspolitik (IAA) statt. Diese stand unter dem Thema „Generation 50+ im technologischen Wandel“. Auch dieses Jahr konnten wir mit Frau Prof. Dr. Christina Stecker (SRH Hochschule Berlin) und DI Mario Kleindienst (TU Graz) wieder spannende Vortragende gewinnen und das Thema mit Politik und Praktikern diskutieren.

Der demographische Wandel lässt Belegschaften altern, während der technologische Wandel neue Herausforderungen und Chancen für Betriebe und ihre alternden Mitarbeiter/innen bietet. Aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels kann es sich der Wirtschaftsstandort Oberösterreich nicht leisten, auf das Potenzial der Generation 50+ zu verzichten. Mit der aktiven Arbeitsmarktpolitik und der Forschungsarbeit des IAA setzt das Land Oberösterreich Akzente in diesem Bereich, um auf diese Herausforderungen der Zukunft bestmöglich vorbereitet zu sein, so oberösterreichs Wirtschaft-Landesrat Dr. Michael Strugl.

Gemäß Mag. Andreas Berger, Leiter Human Resources Rosenbauer International AG, haben gut ausgebildete Facharbeiter und Spezialisten keinerlei Scheu vor neuen Technologien, auch die aktuelle Generation 50+ hat keine Schwierigkeiten mehr mit IT-Lösungen. Diese sind mittlerweile in sehr hohem Maß in das Alltagsleben eingeflossen und werden demnach auch beruflich ohne Scheu angenommen. Moderne Unternehmen, wie das erst kürzlich als Smart Factory und Efficent Factory ausgezeichnete Werk 2 von Rosenbauer in Leonding nützen auch das Potenzial der Generation 50+.

Das IAA hat im Forschungsprojekt „Altersabhängiger Arbeitssituationen und –normen“ 33 alterskritischen Faktoren in den Bereichen Arbeitsorganisation, Arbeitsumgebung, Arbeitsmittel und – gegenstände, menschliche Faktoren und Arbeits-/Pausenzeiten erarbeitet. Mehr als 5.000 Normen wurden auf ihre Altersgerechtigkeit hin untersucht. 77% der untersuchten Normen weisen einen Handlungs- bzw. Verbesserungsbedarf auf, davon 30% sogar einen besonders dringenden Handlungsbedarf. Lediglich 23% der Normen waren altersgerecht.

Die Politik muss einen arbeitspolitischen Rahmen schaffen, der es Betrieben ermöglicht, individuelle Lösungen für die jeweils eigenen und die Bedürfnisse der Arbeitnehmer/innen zu gestalten. Das beginnt bei der Normierung, setzt sich bei Betriebsgenehmigungen fort und mündet auch in Themen wie Arbeitszeitregelungen.

Die Präsentationen zum Download:

Dr. Michael Strugl
Prof. Dr. Christina Stecker
DI Mario Kleindienst

Fotos zur Veranstaltung:

Fotos